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Pressemitteilungen Tag der Deutschen Einheit

30 Jahre Einheit in Freiheit: Bahnindustrie will neue Herausforderungen kraftvoll angehen.

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Berlin - Am 30. Tag der Deutschen Einheit blickt der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V. zurück auf 30 Jahre des Zusammenwachsens auch dank einer starken Schiene. "Wir möchten die Erfolgsgeschichte weiter vorantreiben, die vor 30 Jahren begann: Verbinden, was zusammengehört - in Deutschland wie in Europa. Das Grundgerüst dafür bilden die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit und deren europäische Vernetzung. Mobilität ist Ausdruck von Freiheit, Verantwortung und Individualität. Und auf der Schiene zugleich von Klimaschutz. Unsere Mission: Die beste, emissionsfreie Mobilität." sagte Dr. Ben Möbius, VDB-Hauptgeschäftsführer.

Menschen verbinden, Logistik stärken - das ist und bleibt das Ziel der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit. Insgesamt neun Schienenprojekte sind seit 1991 erfolgreich umgesetzt worden. Für die Menschen heißt das vor allem immer schnellere, immer komfortablere Mobilität quer durch die Republik. Brauchte man für die Strecke Hamburg-Berlin 1991 noch vier Stunden, sind es heute dank mordernster Schienentechnologie "Made in Germany" noch rund eineinhalb Stunden. Berlin erreichte man 1990 von Hannover aus in über vier Stunden, heute sind es gerade noch 96 Minuten. Auch die Fahrzeit zwischen Leipzig und Berlin hat sich im Vergleich zu den 1990er Jahren auf der Schiene halbiert. München und Berlin verbindet seit 2018 eine digitalisierte Hochgeschwindigkeitsstrecke, die VDE 8, in nur vier Stunden.

Klimaschutz folgt dem Angebot. Zwischen München und Berlin waren mit dem Zug auf der VDE8 - vor der Corona-Krise - 140 Prozent mehr Reisende unterwegs als zuvor. Rund 1,2 Millionen Reisende stiegen vom Flieger um, rund eine Million vom Pkw. Der Marktanteil der Schiene konnte sich auf der Strecke verdoppeln auf 46 Prozent. Das bedeutet doppelt so viel Klimaschutz. Denn hochgerechnet beträgt die Einsparung an CO2 rund 188.000 Tonnen.

"Die Schiene legt das Fundament für die Angleichung des Wohlstands und dafür, dass sich zwischen 1992 und 2019 das BIP in den neuen Bundesländern verdoppeln konnte", sagte Möbius. Deutschland ist im europäischen Binnenmarkt Transitland Nummer eins. Durch die Öffnung der Grenzen nach Osteuropa entstehende Verkehre lasten das Autobahnnetz voll aus. Die neuen Verkehrsströme können künftig mehr als heute sicher, effizient und vor allem emissionsarm über die Schiene befördert werden.

"Mit der Digitalisierung des Schienennetzes nehmen wir uns jetzt neuer technologischer Grenzen an, die es zu verschieben gilt", so VDB-Geschäftsführer Axel Schuppe. Die Digitalisierung ist der Schlüssel für einen Einheitlichen Europäischen Eisenbahnraum und die Erreichung der Ziele aus dem Koalitionsvertrag. "Um die Fahrgastzahlen auf der Schiene bis 2030 zu verdoppeln und signifikant mehr Güter aufs Gleis zu bringen müssen wir massiv Kapazität erhöhen, mit besten Angeboten bei null Emissionen überzeugen und auch das Vertrauen der Fahrgäste nach der Krise zurückgewinnen", so Möbius. "Digitalisieren, elektrifizieren, modernisieren - und dies schneller als je zuvor: Schiene 4.0 aus der Krise heraus bis 2030 ins Werk zu setzen ist eine enorme Aufgabe. Jetzt geht es darum, diese neue Herausforderung kraftvoll anzugehen".

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