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Digitalisierung

ETCS in Deutschland und Europa: Potenziale, Perspektiven, Handlungsbedarfe

Nur in gemeinsamer Verantwortung können Politik, Betreiber und Industrie die Zukunft einer digitalen, resilienten und klimafreundlichen Mobilität auf der Schiene realisieren.

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Die Schiene verbindet Menschen und Wirtschaftsregionen über Landesgrenzen hinweg, ein integrierter europäischer Eisenbahnraum ist wichtiger Bestandteil der Europäischen Union.

Die verpflichtende Ausrüstung europäischer Korridore mit dem European Train Control System (ETCS) wird künftig mehr als 20 verschiedene nationale Zugbeeinflussungssysteme ersetzen und so den grenzüberschreitenden Verkehr erleichtern. Die flächendeckende Ausrüstung in Deutschland wird die absehbare Fachkräftelücke im Fahrleitpersonal ausgleichen und die Kapazitäten im Netz steigern. Mit der Kombination von moderner Stellwerkstechnik und teils von der Infrastruktur in die Fahrzeuge ausgelagerter Signaltechnik entsteht ein leistungsfähigeres Schienennetz, das den Bahnbetrieb der Zukunft sichert und die Basis für seine weitere Automatisierung legt. Digitale Zugsicherungssysteme ermöglichen Fahren in dichteren Taktfolgen, wodurch mehr Züge auf gleicher Strecke eingesetzt werden können. Für Fahrgäste bedeutet das kürzere Fahr- und Wartezeiten bei maximaler Pünktlichkeit. Für die Wirtschaft heißt ETCS höhere Kapazität, Zuverlässigkeit und Resilienz des Netzes.

Die digitale Ausrüstung für Bahnstrecken und Fahrzeuge wird vor allem am Standort Deutschland entwickelt und produziert. Die Bahnindustrie in Deutschland exportiert die digitale Schiene seit vielen Jahren weltweit, etwa nach Norwegen, Schweden, Spanien oder in die Schweiz. Jetzt darf Deutschland nicht hinter seine Nachbarn zurückfallen und die flächendeckende ETCS-Einführung nicht weiter verzögern. Die Unternehmen der Bahnindustrie benötigen eine langfristige Perspektive, um die für einen Hochlauf notwendigen Investitionen zu tätigen und ihre Ressourcen entsprechend aufzubauen. Das erfordert wiederum eine konsequente Strategie des Bundes für die synchrone ETCS-Aus- und Umrüstung von Infrastruktur und Schienenfahrzeugen, die mit einer langfristig gesicherten Finanzierung hinterlegt ist.

  • Die Ausrüstung mit ETCS erfordert Stellwerke die ETCS-ready sind. In vielen Teilen des Netzes sind ESTW, die ETCS fähig sind, vorhanden. Diese Stellwerke können durch Migration ETCS-ready gemacht werden. Dort wo dies nicht gegeben ist, muss vorlaufend diese Basis geschaffen werden.
  • Notwendig für die Steigerung der Modernisierungsgeschwindigkeit ist die Schaffung eines Gesamtverantwortlichen, der – mit weitreichenden Kompetenzen und Managementfähigkeiten ausgestattet – direkt dem für Verkehr zuständigen Bundesministerium unterstellt sein sollte.

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ETCS in Deutschland und Europa

Potenziale, Perspektiven und Handlungsbedarfe

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