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Bahnindustrie: Klimakabinett muss jetzt Richtung geben für Clean Mobility 2030

- Bahnindustrie will mit Schiene 4.0 neue Ära emissionsfreier Mobilität realisieren: „VDB Klimabild 2030“ vorgelegt.

- Im Koalitionsvertrag fixierte Verdoppelung des Schienenverkehrs bis 2030 ist erreichbar, wenn die Politik jetzt handelt.

- Digitalisierung der Schiene ermöglicht bis 2030 fast die Hälfte des nötigen Klimaschutzbeitrags der Mobilität.

 

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Berlin - Die Bahnindustrie in Deutschland fordert die Politik auf, mit einer ambitionierten Innovationsstrategie emissionsfreie Mobilität voranzutreiben. „Das Klimakabinett hat jetzt die Chance, Richtung zu geben für Zukunftsinvestitionen, für eine gute Rahmenarchitektur, für Klimaschutzindustrie in Deutschland und Europa“, so VDB-Präsident Volker Schenk. Klimaneutrale Mobilität gehöre zu den großen Herausforderungen der Menschheit. „Clean Mobility 2030 ist keine Zukunftsmusik. Wir müssen und können sie ab heute realisieren. Aber dafür müssen Politik, Betreiber und Industrie optimal zusammenwirken“, so Schenk.Nach Überzeugung der Bahnindustrie in Deutschland setzt der Koalitionsvertrag ehrgeizige und richtige Klimaschutzziele für den Verkehr. Bis 2030 kann Schiene 4.0 ein völlig neues Niveau erreichen. Wie das gelingen kann, zeigt der VDB in seinem Diskussionspapier „VDB-Klimabild 2030. Clean Mobility made in Germany“ in 30 Maßnahmen auf.

„Mit Schiene 4.0 gelingt die Quadratur des Kreises: mehr Mobilität mit annähernd null Emissionen. Die Zukunft der Mobilität ist nicht Verzicht, sondern Verheißung. Nicht staatlicher Dirigismus bis hinein in den Familienurlaub, sondern exzellentes Angebot überzeugt und schafft so Klimaschutz“, sagt VDB-Hauptgeschäftsführer Ben Möbius. Dank automatisierter Metros wird Gedränge in U-Bahnen zur Rushhour 2030 passé sein. Langes Warten? 2030 Vergangenheit, weil mit dem digitalen Zugleitsystems ETCS deutlich mehr Züge fahren. Europas Metropolen werden durch High Speed Züge verbunden sein, die Kurzstreckenflüge bis 2030 weitgehend ersetzen. Und dank der Herstellerverantwortung für vorausschauende Wartung können Züge fast 100 Prozent Pünktlichkeit erreichen. Wenn Deutschland jetzt handelt.

Der Verkehrssektor fährt derzeit meilenweit an den Klimaschutzzielen vorbei. Er konnte als einziger großer Sektor in Deutschland seit 1990 seine absolute Klimabilanz nicht verbessern. Bis 2030 muss Mobilität einen spürbaren Klimabeitrag liefern. Die digitale Schiene kann bis 2030 rund 24 Mio. t CO2-Äq. Emissionen einsparen. Das entspräche einem Potenzial von fast der Hälfte des laut Klimaschutzplan der Bunderegierung nötigen Emissionsminus in der Mobilität (50 Mio. t CO2 Klimalücke). Schiene 4.0 ist die Schlüsseltechnologie einer neuen Ära: hocheffizient, nahezu emissionsfrei, besser für das Klima, die Lebensqualität, die Wirtschaft – und „made in Germany“.  Laut „VDB-Klimabild 2030“ führen diese Kernmaßnahmen ans Ziel:  

I. Infrastruktur digitalisieren, modernisieren, europäisieren.
II. Innovationstempo im Markt erhöhen.
III. Urbane Mobilität revolutionieren, Elektromobilität neu definieren.
IV. Intelligente und leise Logistik realisieren.
V. Forschung und Entwicklung auf Weltspitzenniveau fördern.
VI. Cybersicherheit in Europa gewährleisten.
VII. Globale Spitzenposition der Industrie stärken.

Es muss jetzt darum gehen, dass Politik, Betreiber, Aufgabenträger, Gewerkschaften, Wissenschaft und Industrie in gemeinsamer gesellschaftlicher Verantwortung diese Ziele bis 2030 erreichen.

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Das Diskussionspapier "VDB-Klimabild 2030: Clean Mobility. Made in Germany" zum Download finden Sie hier.

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