Logo
Information

CORONA-KRISE: Informationen und Unterstützung für Unternehmen

Veröffentlicht am

Die Ausbreitung des Coronavirus stellt Wirtschaft und Arbeitsmarkt vor neue Herausforderungen. Finden Sie nachfolgend unterstützende Maßnahmen zur aktuellen Lage zu Ihrer Information.

Alle Maßnahmen der Bundesregierung finden Sie regelmäßig aktualisiert unter: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/coronavirus.html.

 

Corona-Impfung durch Betriebsärzte – Überarbeitung der Coronavirus-Impfverordnung

Das Bundesministerium für Gesundheit hat am und mit Wirkung zum 1. April 2021 die überarbeitete Version der Coronavirus-Impfverordnung im Bundesanzeiger veröffentlicht. Den vollständigen Text der Verordnung können Sie HIER einsehen. Zu der bereits in der letzten Fassung vorgesehenen Einbindung der Betriebsärzte in § 6 sieht diese Fassung nun auch in § 9 Abs. 4 eine Vergütung der Betriebsärzte vor. Die ursprünglich auch für diese Fassung vorgesehenen Regelungen zur eigenständigen Erbringung von Impfleistungen durch Betriebsärzte und die Belieferung der Betriebsärzte mit Impfstoff über die Apotheken sind nun für eine der noch folgenden Überarbeitungen vorgesehen.

BDA-Impfkonzept und MPK-Beschluss vom 22. März 2021: Ausweitung Corona-Tests in Unternehmen

Die Unternehmen der Bahnindustrie in Deutschland gewährleisten in der Covid-19-Pandemie auf der Basis striktesten Gesundheitsschutzes die systemrelevante Funktionsfähigkeit der Schiene. Durch umfassende betriebliche Hygienekonzepte, ausgeweitete Testangebote und, wo immer möglich, mobiles Arbeiten (Homeoffice) leisten Mitglieder des VDB einen sehr erfolgreichen Beitrag zur Pandemiebekämpfung. In diesen Tagen haben BDA und BDI das Ziel betont, mit einer in sich stimmigen Test- und Immunisierungsstrategie die Pandemie konsequent einzudämmen. Auch formuliert der MPK-Beschluss deutliche Erwartungen an Unternehmen zur Testausweitung:

  • Beschleunigung der staatlichen Impfkampagne der COVID-19-Pandemieimpfung durch Ausweitung der Impfberechtigung auf Betriebsärzte
    • Gewährleistung, dass Arbeitgeber bei betrieblich organisierten Impfungen (wie bei Grippeschutzimpfungen) nicht haften müssen, wenn sie qualifiziertes Personal ausgewählt haben
  • Ausweitung des Testangebots für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – Initiative der deutschen Wirtschaft (BDA/BDI/DIHK/ZDH) und MPK-Beschluss vom 22. März 2021
    • Der VDB möchte in diesem Sinne den Appell zur Ausweitung des Testangebots auf freiwilliger Basis ausdrücklich unterstützen.
    • Spitzenverbände bereiten ein Beratungsangebot für Unternehmen vor.
    • Die Tests sollen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, so sie nicht im Homeoffice arbeiten, mindestens einmal und bei entsprechender Verfügbarkeit zwei Mal pro Woche angeboten und auch bescheinigt werden.
    • Eine „FAQ-Liste zu freiwilligen Corona-Tests in Betrieben“ der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) finden Sie hier. Wir möchten Sie zudem freundlich bitten, Ihre Teilnahme an den Kurzumfragen wohlwollend zu prüfen, welche die Wirtschaftsverbände (zum Beispiel DIHK und vbw) derzeit durchführen.

Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft hat in einem Webinar zum Thema "Corona-Schnelltests in Unternehmen" informiert. Zum Videomitschnitt gelangen Sie hier: Webinar-Rückblick: Corona-Schnelltests in Unternehmen

Beschlüsse der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 22. März 2021

  • Die bestehenden Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder bleiben weiterhin gültig, sofern dieser Beschluss keine abweichenden Festlegungen trifft.
  • Die Länder werden ihre Landesverordnungen mit Wirkung ab 29. März 2021 entsprechend anpassen und bis zum 18. April 2021 verlängern.
  • Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder werden im Lichte der weiteren Infektionsentwicklung am 12. April 2021 erneut beraten.

Besonders relevant für die Bahnindustrie sind u.a. folgende Beschlüsse:

  • Testen in Unternehmen (Punkt 7). Für einen umfassenden Infektionsschutz ist es gerade in der aktuellen Phase der Pandemie wichtig, dass die Unternehmen in Deutschland als gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie durch die Ermöglichung des Arbeitens von zu Hause die epidemiologisch relevanten Kontakte am Arbeitsplatz und auf dem Weg zu Arbeit reduzieren und, wo dies nicht möglich ist, ihren in Präsenz Beschäftigten regelmäßige Testangebote machen. Dem dient die Selbstverpflichtung der Wirtschaftsverbände zu den Testangeboten für die Mitarbeiter sowie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung. Angesichts der steigenden Infektionszahlen ist eine zügige Umsetzung der Testangebote in allen Unternehmen in Deutschland notwendig. Die Tests sollen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, so sie nicht im Homeoffice arbeiten, mindestens einmal und bei entsprechender Verfügbarkeit zwei Mal pro Woche angeboten und auch bescheinigt werden. Anfang April werden die Wirtschaftsverbände einen ersten Umsetzungsbericht vorlegen, wie viele Unternehmen sich beteiligen. Auf dieser Grundlage und auf der Grundlage eines eigenen Monitorings wird die Bundesregierung bewerten, ob regulatorischer Handlungsbedarf in der Arbeitsschutzverordnung besteht.
  • Zusätzliche Hilfsinstrumente (Punkt 8). Für die Unternehmen, die im Rahmen der Corona-Pandemie besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, wird die Bundesregierung ein ergänzendes Hilfsinstrument im Rahmen der europarechtlichen Vorgaben entwickeln.

Alle Beschlüsse finden Sie hier zum Download.

Verlängerung des Bundesprogramms "Ausbildungsplätze sichern"

Am 17. März 2021 hat das Bundeskabinett beschlossen, das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ auch auf das Ausbildungsjahr 2021/2022 zu verlängern und sogar auszuweiten. Damit sind zahlreiche Verbesserungen für die Betriebe verbunden, die in dieser Krise nicht nur um jeden Arbeitsplatz, sondern auch um jeden Ausbildungsplatz kämpfen.

Die geänderte Fassung der Ersten Förderrichtlinie wurde am 26. März 2021 veröffentlicht:

  • Erhöhung der Prämien für die Neueinstellung oder die Übernahme von Auszubildenden, Ausweitung der Förderung zur Vermeidung von Kurzarbeit.
  • Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen können diese Unterstützungen bei den örtlichen Arbeitsagenturen beantragen: LINK

Die Änderungen der Zweiten Förderrichtlinie erfolgen schnellstmöglich:

  • Verbesserungen bei der Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung
  • Nach Inkrafttreten können die Unterstützungen bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See beantragt werden: LINK

Erwerb von Antigen-Schnelltests

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat mit Anbietern von Antigen-Schnelltests ein Memorandum of Understanding (MoU) abgeschlossen, um ausreichende Mengen von hochsensitiven und hochspezifischen Tests zu sichern. Berechtigte Unternehmen und Einrichtungen können diese Tests über gelistete MoU-Partner des BMG erwerben.

Den FAQ-Katalog des BMG zur entsprechenden Verordnung, in dem erläutert wird, wer entsprechend Antigen-Schnelltests erwerben kann finden Sie hier

Demnach können Einrichtungen und Dienste der Kritischen Infrastruktur ebenfalls PoC-Antigenschnelltests beschaffen und von eingewiesenem oder geschultem Personal anwenden lassen. Zur Kritischen Infrastruktur gehören Unternehmen und Einrichtungen, deren Ausfall nachhaltige Versorgungsengpässe oder erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit zur Folge hätten. Für den Bereich Transport und Verkehr ist auch der Schienenverkehr aufgeführt.

Das BMG weist auf seiner Website ausdrücklich darauf hin, dass eine rechtsverbindliche Auskunft im konkreten Einzelfall nur durch die zuständige Behörde erteilt werden kann. Deshalb habe der FAQ-Katalog keinen bindenden Charakter, sondern diene als Orientierungshilfe.

Kurzarbeitergeld

Durch das Beschäftigungssicherungsgesetz (Gesetz zur Beschäftigungssicherung infolge der COVID-19-Pandemie) vom 03.12.2020 ergeben sich ab 2021 Neuregelungen bei Kurzarbeit und Qualifizierung.

Diese werden insbesondere ab dem 01.07.2021 relevant, wenn die derzeitige, durch Verordnung festgelegte 100-prozentige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge auf eine im Regelfall nur noch hälftige Erstattung reduziert wird.

Die wesentliche Neuerung besteht darin, dass künftig eine zusätzliche 50-prozentige Erstattung der vom Arbeitgeber bei Kurzarbeit allein zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge gewährt werden kann, wenn während der Kurzarbeit eine Qualifizierung durchgeführt wird. Dies führt dazu, dass Unternehmen ab dem 01.07.2021 durch die Kombination von Kurzarbeit und Qualifizierung bis Ende 2021 weiterhin eine vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge erhalten können.

Um weitere Anreize zu schaffen, die Zeit der Kurzarbeit für Qualifikationen zu nutzen, wurde zudem eine pauschale Lehrgangskostenerstattung eingeführt.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter :

Um Beschäftigte und Unternehmen zu unterstützen, hatten Bundestag und Bundesregierung 2020 im Eilverfahren einen leichteren Zugang zum Kurzarbeitergeld beschlossen. Ziel ist eine umfassende Beschäftigungssicherung und ein Schutz der Unternehmen vor Insolvenz:

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mindestens 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden (wenn dies tarifvertraglich geregelt ist) kann verzichtet werden.

Aktuelle Informationen zum KuG

Regelmäßig aktualisierte Informationen zu diesem Thema können Sie u.a. unter folgenden Seiten abrufen:

Eine Ausfüllhilfe zum Antrag auf Kurzarbeitergeld finden Sie hier.

Eine Zusammenfassung aller Kriterien und Reglungen finden Sie hier.

Informationen zu verbesserten Konditionen der Kurzarbeit für Unternehmen finden Sie in der Kurzarbeitergeld-Verordnung (KugV) vom 25.03.2020 hier.

Informationen zur Verfahrensvereinfachung für die Auszahlung von KuG finden Sie in den BA-Weisungen Verbesserung für das KuG (202003015) vom 30.03.2020 hier.

Beschluss vom 26.08.2020

Die am 24.04.2020 beschlossene Erhöhung des Kurzarbeitergeldes wird ebenfalls verlängert. So wird das Kurzarbeitergeld weiterhin auf 70 beziehungsweise 77 Prozent des ausgefallenen Nettolohns ab dem vierten Monat und auf 80 beziehungsweise 87 Prozent des ausgefallenen Nettolohns ab dem siebten Monat erhöht. Diese Regeln sollen bis zum 31. Dezember 2021 für alle verlängert werden, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. März 2021 entstanden ist. Regulär beträgt das Kurzarbeitergeld 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, für Berufstätige mit Kindern 67 Prozent.

Sozialversicherungsbeiträge sollen bis zum 30. Juni 2021 vollständig erstattet werden. Ab dem 1. Juli 2021 bis höchstens zum 31. Dezember 2021 sollen dann für alle Betriebe, die bis zum 30. Juni 2021 Kurzarbeit eingeführt haben, die Sozialversicherungsbeiträge zur Hälfte erstattet werden. Diese anteilige Erstattung könne auch auf 100 Prozent erhöht werden - aber nur wenn eine Qualifizierung während der Kurzarbeit erfolgt.

Update: Corona-Arbeitsschutzverordnung durch Bundeskabinett verlängert

Das Bundeskabinett hat am 10. März 2021 die Verlängerung der ursprünglich bis zum 15. März 2021 befristeten SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) beschlossen. Die Corona-ArbSchV tritt hiernach am 30. April 2021 außer Kraft.

Referentenentwurf zur 1. Änderungsverordnung der Corona-ArbSchV

Der Referentenentwurf der 1. Änderungsverordnung enthält nun einen deutlicheren Bezug zur SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel und den branchenspezifischen Empfehlungen der Berufsgenossenschaften sowie u. a. folgende Änderungen im Bereich des Arbeitsschutzes:

  • Ergänzung § 2 Abs 2: Für Pausenräume gilt nun ebenfalls die 10-Quadratmeter-Regelung.
  • Konkretisierung § 2 Abs. 5: 10-Quadratmeter-Regelung muss nicht erfüllt werden, wenn zwingende betriebliche Gründe dem entgegenstehen (wie bauliche Gegebenheiten oder Ausführung von Tätigkeiten)
  • Auflistung § 2 Abs. 5: Lüftungsmaßnahmen, Abtrennungen, Maskenpflicht und sonstige im Hygienekonzept ausgewiesene Maßnahmen müssen als konkrete Schutzmaßnahme im Falle der Unterschreitung der 10 Quadratmeter vorliegen.
  • Neuer § 3 zum Hygienekonzept: Betriebe müssen ein betriebliches Hygienekonzept auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung nach § 2 Absatz 1 und unter Berücksichtigung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel erstellen und vorweisen können. In diesem müssen die Maßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz festgelegt werden und sind nachfolgend umzusetzen. Das Hygienekonzept ist in der Arbeitsstätte in geeigneter Weise zugänglich zu machen und die Beschäftigten sind bzgl. der festgelegten Schutzmaßnahmen zu unterweisen.
  • Konkretisierung in § 4 (vorher § 3): In Gebäuden auf dem Weg vom und zum Arbeitsplatz ist eine Maske zu tragen. Ein Mund-Nase-Schutz ist nicht ausreichend, wenn die Gefährdungsbeurteilung ergibt, dass erhöhte Aerosolwerte vorliegen und ein betrieblicher Kontakt mit Personen besteht, die keine Maske tragen müssen. Die Beschäftigten haben die vom Arbeitgeber zur Verfügung zu stellenden Masken oder mindestens gleichwertige Masken zu tragen.
  • Klarstellung Anhang: Der Anhang enthält eine abschließende Übersicht zu geeigneten Atemschutzmasken, dazu gehören auch Masken, die nach ZLS-Prüfgrundsatz getestet wurden und als Corona-Pandemie-Atemschutzmasken (CPA) gelten.
Verhältnis zur SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel und zu landesrechtlichen Vorschriften

Die Corona-ArbSchV tritt neben das bereits bestehende Regelwerk zum Arbeits- und Infektionsschutz. Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel sowie weitergehende Vorschriften der Länder, insbesondere die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, werden durch die Corona-ArbSchV nicht berührt.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat auf seiner Webseite eine Liste mit FAQ zur Corona-Arbeitsschutzverordnung veröffentlicht: https://www.bmas.de/DE/Corona/Fragen-und-Antworten/Fragen-und-Antworten-ASVO/faq-corona-asvo.html.

 

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel vom 20. Januar 2021

Im Zuge der Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsident*innen vom 19. Januar 2021 soll angesichts der aktuellen Pandemie-Entwicklung auch eine weitere Reduzierung von Kontakten im beruflichen Kontext erfolgen.

Zu diesem Zweck hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) auf Basis des § 18 Abs.3 Arbeitsschutzgesetzes die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) erlassen. Die Verordnung ist befristet bis zum 30. April 2021. Die Corona-ArbSchV soll am 22. Januar 2021 verkündet werden und zum 27. Januar 2021 in Kraft treten:

  • Bestmögliche Vermeidung betriebsbedingter Zusammenkünfte
  • Angebot für Home-Office bei Büroarbeiten oder vergleichbaren Tätigkeiten, sofern es umsetzbar ist
  • Bildung fester, möglichst kleiner Arbeitsgruppen in Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten
  • Bereitstellung von medizinischem Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Masken durch den Arbeitgeber

Die Corona-ArbSchV tritt neben das bereits bestehende Regelwerk zum Arbeits- und Infektionsschutz. Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel sowie weitergehende Vorschriften der Länder, insbesondere die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, werden durch die Corona-ArbSchV nicht berührt.

Der VDB empfiehlt daher dringend, die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregeln strikt und verbindlich umzusetzen - für optimalen Gesundheitsschutz und für Rechtssicherheit. Zusätzlich sind ggf. noch speziellere Regelungen zu beachten, die sich insbesondere aus abweichenden Vorgaben der Länder und/oder branchenspezifischen Ergänzungen etwa der Berufsgenossenschaften ergeben können. Sollte von diesen Regeln abgewichen werden, sollten die Gründe dokumentiert und insbesondere festgehalten werden, warum die abweichenden Maßnahmen den gleichen Schutz für die Mitarbeiter bewirken.

Die Arbeitschutzregeln des BMAS vom 20. Januar 2021 finden Sie hier.

FAQs zur Corona-Arbeitsschutzverordnung finden Sie hier.

Corona-Überbrückungshilfe III der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat die Fortsetzung der Überbrückungshilfe für Unternehmen und Selbstständige beschlossen. Die Beantragung ist seit 10.02.2021 möglich. Bei der Überbrückungshilfe III sind Eckpunkte und Zugangsvoraussetzungen deutlich nachgebessert und vereinfacht sowie die Förderhöhe und die Abschlagszahlungen deutlich angehoben worden. Ebenfalls werden weitere Kostenpositionen in der Förderung der Fixkosten abgedeckt. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Informationswebsite zur Überbrückungshilfe der Bundesregierung. Auch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) hat hierzu bereits hilfreiche Informationen auf seiner Website zur Verfügung gestellt.

Förderzeitraum der Überbrückungshilfe III wird November 2020 bis Juni 2021 umfassen. Die Möglichkeit zur Beantragung der Hilfe kann seit Februar 2021 erfolgen.

Antragsvoraussetzungen

  • Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro können Überbrückungshilfe III für Monate beantragen. Dabei muss ein Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat 2019 vorliegen.

  • Unternehmen die November- bzw. Dezemberhilfe erhalten haben, sind für die Monate November und Dezember nicht antragsberechtigt. Die Überbrückungshilfe für diese Monate wird angerechnet.

  • Für 2019 muss das Unternehmen einen Geschäftsgewinn ausweisen. Für 2020 muss ein Verlust und eine direkte Betroffenheit aufgrund von Schließungsanordnungen vorliegen.

Die Beantragung der Überbrückungshilfe kann nur über prüfende Dritte (Steuerberater und Wirtschaftsprüfer) erfolgen. Soloselbständige können die Hilfe selbst beantragen.

Höhe und Gegenstand der Förderung

Pro Monat kann eine Hilfe von 1,5 Mio. Euro beantragt werden, allerdings liegt Maximalsumme der staatlichen Hilfe bei 4 Mio. Euro. Ein höherer Rahmen ist Gegenstand von Verhandlungen der Bundesregierung mit der europäischen Kommission.

Die Förderung von Abschlagszahlungen sollen mit 50 Prozent und max. 100.000 Euro, möglich sein.

Je nach Unternehmens­größe und in Abhängigkeit der Umsatzrückgänge sind bis zu 70 beziehungsweise 90 Prozent der betrieblichen Fixkosten förderfähig. Bis zur Höhe von einer Million Euro ist kein Verlustnachweis nötig. Aufgrund europäischer Beihilferegeln und falls bereits Hilfen beansprucht wurden, kann sich eine Reduzierung der Überbrückungshilfen ergeben. Bei mehr einer Million Euro Fördersumme ist die Leistung nur bei Vorliegen von Verlusten möglich.

Die Höhe der Zuschüsse orientiert sich am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 und ist folgendermaßen gestaffelt:

  • Bei einem Umsatzrückgang von 30 bis 50 Prozent werden 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet.
  • Bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent steigt die Erstattung auf 60 Prozent,
  • bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent geht es um 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten.

Erstattungsfähige Fixkosten

Die Überbrückungshilfe III entspricht im Wesentlichen dem der Überbrückungshilfe II. Der Katalog wurde erweitert durch:

  • Wertverluste unverkäuflicher oder saisonaler Ware
  • Investitionen für die bauliche Modernisierung und Umsetzung von Hygienekonzepten sowie Investitionen in Digitalisierung und Modernisierung, einerseits beschränkt auf 20.000 Euro pro Monat, andererseits unter Einbeziehung aller entsprechenden Investitionen im Zeitraum März 2020 bis Juni 2021.
  • Überarbeitet wurden spezifische Regelungen für die Pyrotechnikindustrie und die Reisebranche.

Neustarthilfe für Selbständige

Mit der Überbrückungshilfe III wird auch eine Neustarthilfe für Soloselbständige geschaffen, die auf Direktzahlungen bis zu 5.000 Euro ermöglicht.

Weiterführende Informationen:                                          

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/

Corona-Überbrückungshilfen

Mit der "Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen", haben Bundesregierung und Länder ein weiteres Hilfspaket auf den Weg gebracht. Rund 25 Milliarden Euro sollen vor allem kleinen und mittleren Unternehmen helfen, Corona-bedingte Umsatzeinbußen zu mindern und laufende Kosten von Juni bis August 2020 zu decken. Die Beantragung der Hilfen ist seit 10. Juli 2020 freigeschaltet, die Hilfen sollen noch im Juli ausgezahlt werden.

Förderkonditionen:

  • Unternehmen mit maximal 5 Beschäftigten: max. 9.000 Euro für drei Monate
  • Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten: max. 15.000 Euro für die drei Monate
  • Größere Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: max. 150.000 Euro für drei Monate
  • Die Überbrückungshilfe wird als Beitrag zu betrieblichen Fixkosten ausbezahlt.
  • Die Corona-Überbrückungshilfe kann für maximal drei Monate (Juni, Juli und August 2020) beantragt werden.
  • Da es sich bei der Überbrückungshilfe um einen Zuschuss handelt, müssen die Unternehmen das Geld nicht zurückzahlen, außer wenn tatsächliche Fixkosten niedriger ausfallen oder wenn der Betrieb im August nicht fortgeführt wird.
  • Eine Kumulierung der Überbrückungshilfe mit öffentlichen Hilfen, insbesondere mit Darlehen, ist grundsätzlich zulässig.

Fördersummen:

Die Förderhöhe bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate Juni, Juli, August 2020 im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten im Vorjahr. Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von

  • 80 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 Prozent
  • 50 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent und ≤ 70 Prozent
  • 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 40 Prozent und < 50 Prozent

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Der Koalitionsausschuss will Unternehmen in Deutschland ermöglichen, Jobs in der Corona-Krise weiter durch erleichterte Kurzarbeit abzusichern. Die bisher geltende Maximaldauer soll von 12 auf bis zu 24 Monate erweitert werden.

Diese verlängerte Bezugsdauer soll ihre Wirkung auf Betriebe entfalten, die bis zum 31. Dezember 2020 Kurzarbeit eingeführt haben. Maximal soll das Kurzarbeitergeld bis zum 31.12.2021 verlängert werden können.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) soll durch einen Zuschuss aus Steuergeldern unterstützt werden, um die Milliardenkosten für die Kurzarbeit schultern zu können.

Die am 24.04.2020 beschlossene Erhöhung des Kurzarbeitergeldes wird ebenfalls verlängert. So wird das Kurzarbeitergeld weiterhin auf 70 beziehungsweise 77 Prozent des ausgefallenen Nettolohns ab dem vierten Monat und auf 80 beziehungsweise 87 Prozent des ausgefallenen Nettolohns ab dem siebten Monat erhöht. Diese Regeln sollen bis zum 31. Dezember 2021 für alle verlängert werden, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. März 2021 entstanden ist. Regulär beträgt das Kurzarbeitergeld 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, für Berufstätige mit Kindern 67 Prozent.

Die Sozialversicherungsbeiträge sollen bis zum 30. Juni 2021 vollständig erstattet werden. Ab dem 1. Juli 2021 bis höchstens zum 31. Dezember 2021 sollen dann für alle Betriebe, die bis zum 30. Juni 2021 Kurzarbeit eingeführt haben, die Sozialversicherungsbeiträge zur Hälfte erstattet werden. Diese anteilige Erstattung könne auch auf 100 Prozent erhöht werden - aber nur wenn eine Qualifizierung während der Kurzarbeit erfolgt.

Beantragung:

  • Antragsberechtigt für Corona-Überbrückungshilfe sind Unternehmen, die nicht die Kriterien für Hilfen aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes erfüllen.
  • Anträge müssen durch einen auf der Internetseite des Bundeswirtschaftsministerium registrierten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfers online eingereicht werden. Damit sollen weitere Betrugsfälle verhindert werden.
  • Das Antragsportal für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer finden Sie hier.

Weiterführende Informationen:

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/

KfW-Schnellkredit für KMU

Die Bundesregierung hat am 06. April 2020 die Vergabe von KfW-Schnellkrediten für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern mit einem Volumen bis zu 800.000 Euro im Schnellverfahren beschlossen.

Alle Informationen der KfW finden Sie hier.

Voraussetzungen:

  • KMU ab 11 Mitarbeitern
  • Firma hat im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten 3 Jahre einen Gewinn ausgewiesen, es war kein "Unternehmen in Schwierigkeiten" lt. EU-Definition zum 31.12.2019
  • Firma ist mindestens seit 01.01.2019 am Markt aktiv

Volumen:

  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019,
  • für Unternehmen < 50 Mitarbeitern: max. 500 TEUR
  • für Unternehmen 50-249 Mitarbeitern: max. 800 TEUR

Konditionen:

  • Zinssatz orientiert sich an der Entwicklung des Kapitalmarktes und wird spätestens mit Zusage der KfW festgelegt.
  • Laufzeit 10 Jahre. Eine tilgungsfreie Zeit von bis zu zwei Jahren kann eingeräumt werden.Außerplanmäßige Tilgungen oder vorzeitige Rückzahlungen sind ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich.
  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100 Prozent durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW.
  • Bei Inanspruchnahme des Schnellkredits kann bis zum 31. Dezember 2020 kein anderer KfW-Kredit beantragt werden. Ein Wechsel vom KfW-Sonderprogramm 2020 zum Schnellkredit ist ebenso ausgeschlossen wie eine Kumulierung mit Instrumenten des WSF oder mit Corona-Programmen der Bürgschaftsbanken.

Den Schnellkredit (078) können Unternehmen ab 15. April 2020 bei ihrer Hausbank beantragen.

Erleichterter Kreditzugang zur Liquiditätssicherung

Der Bund bietet zusätzliche, vor allem aber leichter zugängliche Überbrückungskredite. Auch sie sollen beitragen, durch unverschuldete Umsatzrückgänge bedingte Liquiditätsengpässe abzufedern. Ziel ist, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre laufenden Kosten während der Krise weiter tragen zu können. Im Mittelpunkt der Kredithilfen des Bundes steht das Angebot der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Darüber hinaus gibt es erweiterte Möglichkeiten für Bürgschaften durch Ihre Hausbank sowie die Landesförderinstitute. Für Auslandsgeschäfte außerdem die bekannten Hermes-Bürgschaften.

Zugang zu günstigen KfW-Krediten: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet eine ganze Reihe leicht zugänglicher und kostengünstiger Kreditinstrumente. Die Instrumente unterscheiden sich im Wesentlichen danach, wie lange ein Unternehmen bereits am Markt ist.

KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind

KfW-Unternehmerkredit (037/047)

Wenn Sie einen Kredit für Investitionen und Betriebs­mittel beantragen, über­nimmt die KfW einen Teil des Risikos Ihrer Bank.

  • Für große Unternehmen (037)  bis zu 80 % Risiko­übernahme
  • Für kleine und mittlere Unternehmen (047)  bis zu 90 % Risiko­übernahme

KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind

ERP-Gründerkredit – Universell (073/074/075/076)

Wenn Ihr Unternehmen mindestens 3 Jahre am Markt aktiv ist bzw. zwei Jahres­abschlüsse vorweisen kann, können Sie einen Kredit für Investitionen und Betriebs­mittel beantragen. Dabei übernimmt die KfW einen Teil des Risikos Ihrer Bank. Das erhöht Ihre Chance, eine Kredit­zusage zu erhalten.

  • Für große Unternehmen (075)  bis zu 80 % Risiko­übernahme
  • Für kleine und mittlere Unternehmen (076)  bis zu 90 % Risiko­übernahme

Achtung! Die Beantragung eines KfW-Kredites erfolgt nur über Ihre Hausbank, an die Sie sich in diesen Fällen bitte wenden.

Bedingungen und Informationen unter: https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html?kfwmc=kom.gen_social

Allgemeine Informationen erhalten Sie auch über die gebührenfreie Hotline der KfW unter: 0800-5399 001.

Soforthilfen auf Bundesebene (Solo-Selbständige, Kleinunternehmer und Betriebe bis 50 Mitarbeiter)

  • Bis 9.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäqui-valente)
  • Bis 15.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeit-äquivalente)
  • Sofern der Vermieter die Miete reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.
  • Diese Finanzhilfen müssen nicht zurückgezahlt werden.
  • Voraussetzung: wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona, diese sind zu versichern.

Weitere Infomationen entnehmen Sie bitte dem Eckpunktepapier des BMWi „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige“ hier.

Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF)

Um Herausforderungen in der Realwirtschaft abzufedern, hat die Bundesregierung den Wirtschaftsstabilisierungsfonds aufgelegt. Der WSF kann sich im Einzelfall auch an der Rekapitalisierung von Unternehmen beteiligen, als Ultima Ratio mittels staatlicher Unternehmensbeteiligung. Der WSF hat ein Volumen von rund 600 Mrd. Euro bestehend aus:

  • 400 Mrd. Euro: Staatsgarantien für Verbindlichkeiten
  • 100 Mrd. für direkte staatliche Beteiligungen
  • 100 Mrd. für Refinanzierung von KfW-Großkrediten

Für wen gelten die Unterstützungsmöglichkeiten des Fonds?

  • Wirtschaftsunternehmen, die in den letzten beiden bereits bilanziell abgeschlossenen Geschäftsjahren vor dem 1. Januar 2020 mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllt haben:
    1. eine Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro,
    2. mehr als 50 Millionen Euro Umsatzerlöse sowie
    3. mehr als 249 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt.
  • systemrelevante kleinere Unternehmen und Unternehmen im Bereich kritischer Infrastruktur
  • Start-ups, die seit dem 1. Januar 2017 in mindestens einer abgeschlossenen Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit einem Unternehmenswert von mindestens 50 Mio. Euro einschließlich des durch diese Runde eingeworbenen Kapitals bewertet wurden.

Alle Informationen zum (WSF) finden Sie hier.

Den Gesetzestext finden Sie hier.

Zinsfreie Steuerstundung

Das BMF hat mit den obersten Finanzbehörden der Länder die Regelung vereinbart, dass Unternehmen eine zinsfreie Stundung der Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer beantragen können.

Bürgschaften

Die Hausbanken können bei Bedarf auch auf das Bürgschaftsinstrumentarium zurückgreifen. Es darf sich nicht um Sanierungsfälle oder Unternehmen in Schwierigkeiten handeln.

Für Unternehmen, die bis zur Krise tragfähige Geschäftsmodelle hatten, können Bürgschaften für Betriebsmittel zur Verfügung gestellt werden, bis zu einem Betrag von 2,5 Mio. Euro werden diese durch die Bürgschaftsbanken bearbeitet, darüber hinaus sind die Länder beziehungsweise deren Förderinstitute zuständig. Ab einem Bürgschaftsbetrag von 20 Mio. Euro beteiligt sich der Bund in den strukturschwachen Regionen am Bürgschaftsobligo im Verhältnis fünfzig zu fünfzig. Außerhalb dieser Regionen beteiligt sich der Bund an der Absicherung von Betriebsmittelfinanzierungen und Investitionen ab einem Bürgschaftsbedarf von 50 Mio. Euro und mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80 Prozent. Bürgschaften können maximal 80 Prozent des Kreditrisikos abdecken, das heißt, die jeweilige Hausbank muss mindestens 20 Prozent Eigenobligo übernehmen.

Eine Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben bis 2,5 Mio. Euro kann schnell und kostenfrei auch über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden: https://finanzierungsportal.ermoeglicher.de/

Bescheinigung für Berufspendler

Arbeitnehmer/innen, die zwischen Wohnung und Arbeitsstätte über die deutsche Bundesgrenze pendeln, sollten eine Pendlerbescheinigung mit sich führen. Diese finden Sie hier zum Download.

Fragen und Antworten zum Grenzübergang beantwortet die Bundespolizei unter: https://bit.ly/2xVDhQo

Kritische Infrastruktur Schiene

Für die Aufrechterhaltung des Personen- und Güterverkehrs ist die Bahnindustrie mit ihrer Produktion, Wartung und Instandhaltung sowie dem Bau und Erhalt der Schieneninfrastruktur unabdingbar. Da die Bundesländer unterschiedliche Begrifflichkeiten im Hinblick auf die Kritische Infrastruktur anführen, empfiehlt der VDB sich primär an der Übersicht der Bundesnetzagentur zu orientieren:

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat zudem für Anfragen von KRITIS-Betreibern eine Kontaktstelle unter kritis-buero@bsi.bund.de eingerichtet. Weitere Informationen zu Kritischen Infrastrukturen erhalten Sie unter: www.kritis.bund.de

 

Quarantäne Geld: Entschädigung bei Tätigkeitsverbot

Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) § 56, Absatz 5 einem Tätigkeitsverbot unterliegt oder unterworfen wird, beziehungsweise abgesondert (Quarantäne) wurde und einen Verdienstausfall erleidet und dabei nicht krank ist, erhält grundsätzlich eine Entschädigung. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für längstens 6 Wochen, soweit tarifvertraglich nicht anders geregelt, die Lohnfortzahlung zu übernehmen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag beim zuständigen Gesundheitsamt des jeweiligen Bundeslandes erstattet, wenn alle unten genannten Voraussetzungen vorliegen. Diese Entschädigung wird nur für Unternehmen gezahlt werden, die unter Quarantäne gestellt werden. Nicht für Betriebe, die vorsorglich vorübergehend schließen.

An wen muss ich mich wenden?

Bei dem notwendigen Antrag handelt es sich um einen "Antrag auf Verdienstausfallentschädigung nach §§ 56 ff Infektionsschutzgesetz (IfSG)". Dieser Antrag muss beim zuständigen Gesundheitsamt angefragt und eingereicht werden. Für viele Bundesländer ist der jeweilige Antrag online verfügbar. Für die Antragstellung fallen keine Kosten oder Gebühren an.

Informationen bieten auch die lokalen Industrie- und Handelskammern (IHK).

Wie viel Entschädigung wird gezahlt?

  • 1.-6. Woche: Höhe des Verdienstausfalls
  • ab 7. Woche: Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 des fünften Buches Sozialgesetzbuch

Verfahrensablauf

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Antrag (Blanko-Muster zum Download hier)
  • Nachweis über die Höhe des Arbeitsentgeltes
  • Nachweis über abzuziehende Steuern und Beiträge zur Sozialversicherung
  • Nachweis über gezahlte bzw. nicht gezahlte Zuschüsse
  • Krankenscheine bei Krankschreibung
  • Bescheid über das Tätigkeitsverbot und dessen Aufhebung
  • Auszug aus Tarifvertrag über die Entgeltfortzahlung bei Arbeitsverhinderung

Antragsfrist: bis zu 3 Monate nach Beginn des Tätigkeitsverbots oder der Absonderung.

Eine Entschädigung kann nicht gezahlt werden:

  • an Eltern ohne Tätigkeitsverbot, deren Kinder wegen eines Besuchsverbotes gemäß IfSG keine Betreuungseinrichtung besuchen durften.
  • für die Zeit einer Krankschreibung oder Krankmeldung.
  • für Auszubildende, die aus einem in ihrer Person liegenden Grund unverschuldet verhindert sind, ihre Pflichten aus dem Berufsausbildungsverhältnis zu erfüllen (gemäß § 19 Absatz 1 Ziffer 2 Buchstabe b BBiG).
  • bei fehlender Tarifregelung für eine relativ unerhebliche Zeit des Tätigkeitsverbotes (nach § 616 BGB).
  • bei anderweitigem, entlohntem Einsatz im Betrieb.
  • bei vertraglichen oder tarifrechtlichen Verpflichtungen des Arbeitgebers zur Lohnfortzahlung.

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Während der Corona-Pandemie besteht für die Unternehmen die Möglichkeit, die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen zu beantragen. So können finanzielle Handlungsspielräume erhalten bleiben.

Voraussetzungen für die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen ist an folgende Voraussetzungen geknüpft (vgl. § 76 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB IV):

  • Der Anspruch auf den Gesamtsozialversicherungsbeitrag darf nur dann gestundet werden, wenn die sofortige Einziehung der Beiträge mit erheblichen Härten für das Unternehmen verbunden wäre. Der Anspruch auf die Sozialversicherungsbeiträge darf aber nicht dauerhaft gefährdet sein. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn die Zahlungsschwierigkeiten nicht vorübergehend sind oder die Überschuldung nicht in absehbarer Zeit abgebaut werden kann.
  • Eine erhebliche Härte für das Unternehmen ist gegeben, wenn es sich aufgrund ungünstiger wirtschaftlicher Verhältnisse - z. B. durch die Corona-Krise - vorübergehend in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befindet oder im Falle der sofortigen Einziehung der fälligen Sozialversicherungsabgaben in diese geraten würde.

Über den Stundungsantrag entscheidet die Krankenkasse als zuständige Einzugsstelle nach pflichtgemäßem Ermessen. Als betroffenes Unternehmen wenden Sie sich hierzu bitte direkt an die zuständige Krankenkasse. Leider ist eine gebündelte Bearbeitung der Anträge durch eine zentrale Stelle nicht möglich, das heißt, Unternehmen müssen bei jeder einzelnen Krankenkasse den entsprechenden Antrag stellen.

Zurückzahlung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung

Die Finanzverwaltungen vieler Länder haben inzwischen mitgeteilt, dass Unternehmen in begründeten Fällen ab sofort bei ihrem Finanzamt die Erstattung der Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer für 2020 beantragen können. Das Finanzamt erstattet ggf. Zahlungen in voller Höhe. Es wird um elektronische Anträge mit Begründung gebeten.

COVID-19 als Fall von Höherer Gewalt

Die Corona-Krise ist rechtlich als ein Fall von höherer Gewalt einzuordnen. Rechtsfolgen und Praxistipps im Falle von Störung des Bauablaufes, Unterbrechung und Verschiebung von Terminen und Vetragsauflösung durch die Corona-Krise finden Sie hier: https://bit.ly/2QzvqOX.

Erweiterung der Hermesdeckungen im Kurzfristgeschäft

Die Deckungsmöglichkeiten für Exportgeschäfte, sogenannte Hermesdeckungen für Produkte und Dienstleistungen, wurden auch für die Bahnindustrie zu kurzfristigen Zahlungsbedingungen bis 24 Monate auf Länder der Europäischen Union und in ausgewählte OECD-Länder mit staatlichen Exportkreditgarantien erweitert werden. Die Ausnahmeregelung der erweiterten Deckungsmöglichkeit gilt zunächst befristet bis zum 31.12.2020 für alle 27 EU-Länder sowie Australien, Island, Japan, Kanada, Neuseeland, Norwegen, die Schweiz, die USA sowie das Vereinigte Königreich. Die Hermesdeckungen sollen vor allem kleinen oder mittelständischen Unternehmen (KMU) helfen die Risiken eines Exportgeschäftes und den Zahlungsausfall abzusichern. Regelung wird mit sofortiger Wirkung angewendet.

Betriebliche Pandemieplanung

Im Fall einer Pandemie kann der massenhafte Ausfall von erkrankten Mitarbeitern die Betriebsabläufe in einem Unternehmen empfindlich stören. Gleichzeitig besteht am Arbeitsplatz wie im Privatleben das Risiko einer Infektion mit dem Krankheitserreger. Um Arbeitgeber bei der Vorbereitung ihres Unternehmens auf eine Pandemie zu unterstützen, hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gemeinsam mit dem Verband der Betriebs- und Werksärzte (VDBW) und dem Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit e. V. (VDSI) die Broschüre "10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung" veröffentlicht. Download hier.

Das Department of Health and Human Services (HHS) und die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben darüber hinaus eine Checkliste für Unternehmen entwickelt, die spezifische Handlungsfelder im Rahmen der Pandemieplanung aufzeigt. Download hier.

BMWi fördert Beratungskosten für KMU und Freiberufler

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) fördert ab sofort Beratungen für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler bis zu einem Beratungswert von 4.000 Euro ohne Eigenanteil. Die Förderung liegt damit um bis zu 2.500 Euro über der nach der Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Knowhows ansonsten erreichbaren Höhe. Alle Informationen finden Sie hier.

Unterstützung für KMU bei der Umsetzung von Home Office

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können ab sofort finanzielle Unterstützung vom BMWi erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein vom BMWi autorisiertes Beratungsunternehmen.

Das BMWi-Förderprogramm "go-digital" sieht hierfür ein spezielles, schnelles und unbürokratisches Verfahren vor. Alle Informationen unter: bmwi.de

Informationen zu den zollrechtlichen Auswirkungen der Coronakrise

Die deutsche Zollverwaltung hat auf ihrer Website Informationen zu den Auswirkungen der Coronakrise veröffentlicht. Auf der Seite finden Unternehmen Hinweise zum Warenverkehr mit China, zum Handel mit medizinischer Schutzausrüstung sowie Behandlung von Postpaketen. Die FAQ geben zudem Antwort auf die aktuell häufig gestellten Fragen rund um das Thema Import/Export in der Coronakrise. Die Informationen der Zollverwaltung finden Sie hier.

Hotlines für Unternehmen

Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums zum Coronavirus:
Telefon: 030 346465100
Mo – Do 8:00 bis 18:00 Uhr
Fr 8:00 bis 12:00 Uhr

Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus:
Telefon: 030 18615 1515
Mo– Fr 9:00 bis 17:00 Uhr

Beantragung von Kurzarbeitergeld:
Zuständig ist die örtliche Arbeitsagentur. Unternehmerhotline der Bundesagentur:
Telefon: 0800 45555 20

Hotline für Fragen zu Ausnahmegenehmigungen bei der Ausfuhr von Schutzausrüstung:
BAFA-Hotline: 06196 908-1444
E-Mail: schutzausruestung@bafa.bund.de

Bundesministerium Arbeit und Soziales:https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/informationen-corona.html

Robert-Koch-Instituthttps://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Bundesgesundheitsministeriumhttps://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Betriebsmittelkomponenten in den Förderkrediten der Länder für Gründer und KMU

Bayern

LfA Förderbank Bayern

Baden-Württemberg

L-Bank

Berlin

Investitionsbank Berlin (IBB)

Brandenburg

Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)

Bremen

Bremer Aufbau-Bank

Hamburg

Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB)

Hessen

Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WiBank)

Mecklenburg-Vorpommern

Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH

Niedersachsen

NBank

Nordrhein-Westfalen

NRW.Bank

Rheinland-Pfalz

Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB)

Saarland

Saarländische Investitionskreditbank AG

Sachsen-Anhalt

Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB)

Sachsen

Sächsische Aufbaubank

Schleswig-Holstein

Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)

Thüringen

Thüringer Aufbaubank

Europäische Förderangebote

Kennwort vergessen?