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Bahnverbände zeichnen Charta zur Digitalen Automatischen Kupplung (DAK)

Ein starker Schienengüterverkehr braucht die Digitale Automatische Kupplung. Davon sind die sechs führenden Verbände des Schienengüterverkehrssektors überzeugt. Gemeinsam stellten sie heute auf dem 10. VPI-Symposium in Hamburg die DAK-Charta

vor. Sie forderten Politik und Sektor auf, jetzt die Kräfte zu bündeln und die Schlüsseltechnologie für eine effiziente Schiene 4.0 europaweit aufs Gleis zu setzen. Zu den Erstunterzeichnern der vom VPI initiierten Charta zählen die Allianz pro Schiene, NEE,

VDB, VDV und UIP. Unternehmen und Institutionen, die das Anliegen unterstützen möchten, sind eingeladen, die Charta mitzutragen.

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„Wir müssen in einer gemeinsamen Kraftanstrengung dafür sorgen, dass spätestens 2030 Güterwagen in ganz Europa automatisch kuppeln“, sagte Malte Lawrenz, VPI-Vorsitzender, bei der Präsentation der Charta vor den mehr als 300 Teilnehmern des Symposiums. Die Zielmarke der Charta sei ebenso ambitioniert wie notwendig. „Wer die stetig wachsenden Transportmengen klimafreundlich bewegen will, kommt an der DAK nicht vorbei“, betonte Lawrenz. Sie sei Voraussetzung für spürbare Produktivitätssteigerung im Schienengüterverkehr und damit auch für das von der Politik postulierte Ziel, bis 2030 den Gütertransport zu 25 Prozent auf der Schiene zu bewegen. „Mit der neuen Kupplungstechnologie verbinden wir in einem Schritt die überfällige Automatisierung des Wagenkuppelns mit der Welt der Schiene 4.0. Sie ist Enabler und Innovationstreiber zugleich“, unterstrich Lawrenz die Bedeutung der DAK.

Die DAK-Charta beschreibt drei Schritte, die aus Sicht der Verbände jetzt umgesetzt werden müssen, um die DAK erfolgreich auf den Weg zu bringen: die Forschung zur DAK stärken, einen europäischen Fahrplan zur Umstellung der Flotten festlegen sowie die Finanzierung des Migrationsprozesses sicherstellen. Etwa sechs bis zehn Milliarden Euro veranschlagen Experten für die europaweite Ausrüstung von Wagons und Loks mit der neuen Kupplungstechnologie.

Die DAK bildete auch den thematischen Schwerpunkt des 10. VPI-Symposiums. Experte Stefan Hagenlocher, hwh, unterstrich in seinem Einführungsvortrag, dass es nun auf ein klares Bekenntnis des Sektors zur DAK ankomme. Die ersten Schritte wie die Festlegung technischer Standards müssten bereits im kommenden Jahr erfolgen, um 2023 erste kommerzielle Verkehre mit der DAK zu fahren. Hier seien die Unternehmen gefordert, sich schnell zu verständigen. Gleichzeitig sei klar, dass der Sektor die milliardenschweren Investitionen nicht alleine schultern könne, so Hagenlocher.

Dr. Miroslav Obrenovic, Leiter Technik Gesamtsystem Bahn DB AG, Johann Feindert, CEO GATX Europe, und Peter Reinshagen, CEO Ermewa SA, unterstrichen in ihren Beiträgen den Willen der Unternehmen zu handeln und zügig voranzuschreiten. Wichtig sei, den Prozess der Umstellung auf die DAK von Anfang an europäisch aufzusetzen. Dies unterstrich auch Gilles Peterhans vom Dachverband der europäischen Wagenhalter, UIP. Ein europäisches Großprojekt wie die DAK lasse sich ohne Förderprogramme aus Brüssel nicht stemmen. Hier müssten zügig entsprechende Programme aufgelegt werden. An die Politik richteten Unternehmens- und Verbandsvertreter den Wunsch, Deutschland möge die anstehende EU-Ratspräsidentschaft dafür nutzen, das Thema DAK ganz oben auf der Liste der verkehrspolitischen Vorhaben in Brüssel zu verankern. Alle Player sollten jetzt aufs Tempo drücken.

Download DAK-Charta

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