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Verkehrspolitik

500 Millionen-Bundesprogramm für Energieeffizienz auf der Schiene

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Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert im Rahmen der Mobilitäts- und Kraft-stoffstrategie der Bundesregierung (MKS) fördert ab dem 9. August 2018 die Energieeffizienz auf der Schiene mit einem neuen 500 Millionen euro Bundesprogramm. Die Schiene leiste als emissionsarmer und umweltfreundlicher Verkehrs-träger einen erheblichen Beitrag zur Erreichung der gesetzten Klimaschutzziele. Besonders trage der rein elektrische Schienenverkehr zur Reduktion klimaschädlicher CO2-Emissionen bei. Das Förderprogramm diene der weiteren Stärkung des Schiene  im Wettbewerb mit anderen Verkehrsträgern.

"Mit der Förderrrichtlinie und dem 500 Millionen-Programm des BMVI wird die Energieeffizienz und der emissionsarme Schienenverkehr weiter gestärkt, damit die Schiene in Zukunft noch umweltfreundlicher wird." so VDB-Geschäftsführer Axel Schuppe.

Mit bis zu 500 Millionen Euro unterstütze das BMVI Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) über fünf Jahre, wenn Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz beim Traktionsstromverbrauch und festgelegte Effizienzerfolge nach-gewiesen würden. Die Förderung der Unternehmen sei gekoppelt an jährlich erreichte prozentuale Verbesserungen der Energieeffizienz beim Traktionsstromverbrauch gegenüber dem Vorjahr (bis 2020 um 1,75 Prozent, danach um 2,00 Prozent) - sollten 3,00 Prozent erreicht werden, erhöhe sich die Förderung.

Diese Richtlinie fördert insbesondere folgende Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur CO2-Reduktion:

  • Entwicklung oder Anschaffung neuer Stromrichtertechnologie
  • Einführung vernetzter Fahrerassistenzsysteme
  • Ausweitung der technischen Möglichkeiten zur Rückspeisung von Fahrstrom
  • Anschaffung modernisierter oder neuer effizienterer Fahrzeuge/Fahrzeugtechnik zur Steigerung der Energieeffizienz und zur CO2-Reduktion
  • energiesparende Hybrid-/Zweikraftlösungen für Loks
  • moderne emissionsreduzierende Komponenten für Loks und Güterwagen
  • Digitalisierung EVU-Flotten im Schienengüterverkehr 
  • Weiterentwicklung Standards und Sensorik für Internet of Things und Asset Intelligence im Schienengüterverkehr für Loks
  • Ausrüstung von Güterwagen und Lok-Flotten mit moderner Sensorik und Digitaltechnik sowie deren Vernetzung 
  • Automatisierung im Schienenverkehr
  • Automatisierung im Nahbereich und Zugbildung sowie Prozessautomation an der Schnittstelle zum Kunden im Schienengüterverkehr
  • (Weiter-) Entwicklung Assistenzsysteme und „Automated Train Operation“ (ATO) im Fernbereich
  • Automation von Zugbildungsanlagen und die Nahbereichsbedienung mit den Kunden
  • Engineering und Ausrüstung von Streckenlokomotiven mit sogenannten ATO-Boxen (Autopilotfunktion)
  • Automatisierung im Personenverkehr sowie ATO-Box
  • Erhöhung Energieeffizienz der Nebenverbraucher

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister und Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr, Enak Ferlemann, zum neuen Bundesprogramm: "Unser neues Förderprogramm ist ein weiterer Schritt, den umweltfreundlichen und emissions-armen Schienenverkehr im Wettbewerb mit anderen Verkehrsträgern weiter zu stärken und so die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Das ist gut für die Umwelt und die Mobilität in Deutschland."

 

Zur Bekanntmachung des BMVI zur Richtlinie über die Förderung der Energieeffizienz des elektrischen Eisenbahnverkehrs gelangen Sie hier.

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