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Schienengüterverkehr: Verbände unterstützen Bundesregierung / Innovationsprämie ist "Durchbruch für Neuanschaffung leiser Güterwagen"

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Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat angekündigt, eine Innovationsprämie für leise Güterwagen einzuführen. Damit fördert die Bundesregierung künftig Investitionen in neue Güterwagen, die leiser sind als die europäischen Lärmschutzstandards vorschreiben. VDB, VPI und Allianz pro Schiene unterstützen die Innovationsprämie als „politischen Durchbruch“ für die Anschaffung leiser Güterwaggons. Die Maßnahme ist Teil der Strategie "Leise Schiene", die  Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gestern ankündigte, um die Akzeptanz des klimafreundlichen Schienengüterverkehrs in der Bevölkerung zu stärken und die bereits laufende Förderung des Bundes für die Umrüstung der Bestandsgüterwagen zu ergänzen.

"Schienengüterverkehr muss leiser werden", erklärte Volker Schenk, Präsident des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB). "Die Innovationsprämie kann dazu entscheidend beitragen. Denn sie schafft erstmals einen Anreiz für Güterwagenhalter, in neue und leise Güterwagen zu investieren. Laute Waggons werden im Austausch verschrottet. Die Innovationsprämie ist ein Durchbruch für die Anschaffung leiser Güterwaggons. Die Bahnindustrie und der Sektor haben für diesen Ansatz schon länger geworben, weil so besonders lärmarme Technologien endlich zum Einsatz kommen können. Politik und Wirtschaft müssen nun die Innovationsprämie gemeinsam schnell in Gang setzen."

"Wir begrüßen es ausdrücklich, den Ersatz eines alten Wagens durch einen neuen Wagen mit einer Innovationsprämie zu unterstützen", so Jürgen Tuscher, Geschäftsführer des Verbandes der Güterwagenhalter in Deutschland e. V. "Bisher wird nur die Umrüstung gefördert. Die VPI-Mitgliedsfirmen beschaffen aber von den 60.000 Wagen, die 2020 verkehren sollen, 40.000 Wagen neu. Ein moderner Wagen kostet im Durchschnitt 80.000 bis 100.000 Euro. Bei 40.000 Wagen ergibt dies eine Investitionssumme der privaten Halter von rund 4 Mrd. Euro. Natürlich werden diese Investitionen auch getätigt, um die Attraktivität der Flotte zu erhalten. Aber Investitionen sind auch eine Frage des Zeitpunkts, und es ist klar, dass sie aus Gründen des Lärmschutzes durch eine Innovationsprämie vorgezogen werden."

Die Allianz pro Schiene lobte an dem Vorstoß des Ministeriums, „dass es nur dann Fördergeld gibt, wenn die neuen Güterwagen den bislang gesetzlich vorgeschriebenen Lärmgrenzwert unterschreiten“. Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, zeigte sich am Donnerstag überzeugt, dass „die Innovationsprämie eine zusätzliche Dynamik in die Flottensanierung bringt.“ 

Die Bundesregierung will den Lärm durch Schienengüterverkehr bis 2020 halbieren. Zum Maßbahmenbündel der Strategie "Leise Schiene" gehört die finanzielle Förderung innovativer leiser Güterwagen, die Erprobung neuer Lärmschutztechnologien am Gleis, die Einführung einer Innovationsprämie für besonders leise Güterwagen sowie die Umrüstung von Güterwagen auf Flüsterbremsen. Zusätzlich plant das Bundesverkehrsministerium, die Vorschriften zu verschärfen. Ein Gesetz soll ab 2020 den Einsatz lauter Güterwagen in Deutschland verbieten.

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