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Pressemitteilungen Eröffnung des Gotthard-Basistunnels

„Glänzende Verkehrsplanung der Schweiz ist vorbildlich – auch für Deutschland“

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Nach 17-jähriger Bauzeit eröffnet die Schweiz heute den Gotthard-Basistunnel. Die 57 Kilometer lange zweiröhrige Eisenbahntrasse durch die Alpen leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des transeuropäischen Verkehrs, begrüßt der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) die heutige Einweihung. Die neue Verbindung ermöglicht mehr Güterverkehr auf der Schiene statt auf der Straße, den Einsatz längerer und schwererer Züge und kürzere Reisezeiten. Die Kapazitäten steigen: Neben 65 Personenzügen mit bis zu 200 km/h können bis zu 260 Güterzüge mit Tempo 100 km/h jeden Tag auf der Strecke verkehren. „Der Gotthard-Basistunnel ist ein Leuchtturmprojekt: für den Klimaschutz,  den Alpenschutz und den Schienenverkehr in ganz Europa“, sagt Ben Möbius, Hauptgeschäftsführer des VDB.

Wie sehr der Gotthard-Basistunnel dem europäischen Verkehr verpflichtet ist, zeigt sich auch technisch. Die Schienentrassen sind mit der modernen paneuropäischen Leit- und Sicherungstechnik ETCS (European Train Control System) ausgerüstet. Das erlaubt Zügen mit den entsprechenden On-Board-Units, ungeachtet ihrer nationalen Herkunft, den Tunnel zu passieren. „Die mit dem Gotthard-Basistunnel verbundende Chance, den einheitlichen europäischen Eisenbahnraum, ein Schengen auf der Schiene, zu verwirklichen“, so Möbius, „sollte Deutschland auf dem Rhein-Alpen-Korridor rasch nutzen. Trotz verpflichtender Zusage gegenüber der EU hat Deutschland eine fristgerechte Ausrüstung der fünf transeuropäischen Korridore immer wieder schleifen lassen. So kann es kaum wundern, dass jetzt auch eine termingerechte Streckenanbindung zum pünktlich fertiggestellten Gotthard-Basistunnel von deutscher Seite fehlt.“

„Die glänzende Verkehrsplanung der Schweiz ist vorbildlich – auch für Deutschland“, sagte Möbius weiter. „Weil die Straßen immer voller werden, setzt die Schweiz auf die umweltfreundliche Schiene. Die fristgerechte Umsetzung anspruchsvoller Infrastrukturprojekte, die Ertüchtigung wichtiger Magist-ralen mit ETCS, der starke Rückhalt in der Bevölkerung – die Schweiz macht es vor. Und verdeut-licht, was Deutschland bislang oft noch fehlt: Ein klares politisches Bekenntnis zur Schiene und eine konsequent europäisch ausgerichtete Investitionspolitik für den Schienenverkehr. Beides ist rasch erforderlich.“

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